
| Herzlich
willkommen auf unserer FAQ-Seite. Hier werden "häufig gestellte Fragen"
rund um das Thema High End und Musik gestellt und auch beantwortet. Pauschale
ja-oder-nein-Antoworten sind bei den meisten Fragen nicht möglich. Auch erheben
wir für keine unserer Antworten einen Anspruch auf vollständige Behandlung
der gestellten Frage. Die Antworten sollen unsere Erfahrungen im Umgang mit High
End widerspiegeln und nicht als Dogma ("so ist das und nicht anders")
verstanden werden. Sollte eine Ihrer Fragen auf dieser Seite nicht oder nicht
vollständig beantwortet sein, senden Sie uns bitte eine e-mail an info@hifihenkes.de
Wir werden uns um Ihr Anliegen kümmern! Diese Seite wird ebenfalls
als "endlose Liste" geführt, d. h. werden neue Fragen/Antworten
eingegeben, bleiben die "alten" erhalten.
ACHTUNG Hinweis:
Sämtliche Aussagen und Beschreibungen auf dieser Seite haben wir nach bestem
Wissen und Gewissen niedergeschrieben. Auch wir sind nicht
"fehlerfrei",
deshalb gilt ausdrücklich: wir übernehmen keinerlei Haftung für
den Wahrheitsgehalt bzw. die Anwendbarkeit der gemachten Aussagen! Inhaltsverzeichnis
- Symmetrisch oder asymmetrisch anschließen und
verkabeln?
- Wie stelle ich meine Geräte richtig auf?
- Was ist Bi-Wiring?
- Was ist Bi-Amping bzw. Tri-Amping?
- Wie
ermittle ich die korrekte Polung des Netzkabels?
Ich habe an meinem Gerät sowohl asymmetrische (RCA-
oder Cinch-) als auch symmetrische (XLR-) Anschlüße. Welchen Anschluß
soll ich benutzen? Grundsätzlich gilt:
- ausprobieren
ist besser als alle graue Theorie und verschafft Klarheit.
- ein sehr gutes
asymmetrisches Kabel ist einem guten symmetrisches Kabel vorzuziehen.
- die
komplette Verkabelung einer HiFi-/High End-Anlage sollte (zur Nutzung von Synergie-Effekten)
mit Kabeln eines Herstellers vorgenommen werden, idealerweise mit Kabeln gleicher
Güte.
Hierzu einige Denkansätze: Zuerst ist zu klären,
ob es sich um "echte" symmetrische Ein- bzw. Ausgänge handelt.
Viele Geräte sind zwar mit symmetrischen Anschlußbuchsen ausgestattet,
an denen intern jeweils aber nur zwei statt der benötigten drei Leiter angeschlossen
sind. Bei diesen sog. quasi-symmetrischen Ein- oder Ausgängen tritt normalerweise
kein oder nur ein geringer Unterschied zwischen symmetrischen und asymmetrischen
Verbindungskabeln auf. Symmetrisch aufgebaute Geräte wie z. B. WADIA Digitalprodukte
oder die AUDIO RESEARCH-Endverstärker der Reference-Serie hingegen profitieren
klanglich von der Verwendung hochwertiger symmetrischer Verbindungskabel.
Werden zwischen Vor- und Endverstärker beispielsweise sehr lange Kabel
(ab ca. 3,5m, Endverstärkeraufstellung in der Nähe der Lautprecher o.
ä.) eingesetzt, sollten nach Möglichkeit symmetrische Verbindungskabel
mit XLR-Steckern eingesetzt werden. Aufstellung
der Geräte: wie stelle ich meine Geräte
richtig auf? Für alle Komponenten gilt: - keine
Geräte direkt übereinander stellen, d. h. Gehäuse auf Gehäuse.
- Geräte nicht in der direkten Nähe von Heizkörpern, Niedervoltlampen,
Computern, Telefonanlagen, Videorekordern, Satellitenreceivern etc. aufstellen
- es besteht die Gefahr von Einstreuungen.
- Geräte mit bewegten
Teilen (CD-/DVD-/LD-Spieler, Kassetten-/MD-/DAT-Rekorder, Plattenspieler etc.)
mit der Wasserwaage exakt ausrichten (einmal die Wasserwaage von hinten nach vorne,
dann von rechts nach links anlegen).
- als Untergrund kommen alle Flächen
in Frage, die dem Gerät einen sicheren und stabilen Stand gewährleisten.
Glas- und/oder Metallböden gehören nicht zu unseren (klanglichen) Favoriten...
- experimentieren Sie mit verschiedenen Unterstellbasen, Spikes, Cones, Dämpfern
etc..
Was ist Bi-Wiring?
"Bi-Wiring" bezeichnet das Betreiben eines Lautsprechers mit
zwei Stereosets Lautsprecherkabel.
Hoch-/Mittelton- und Basschassis
eines Bi-Wiring-fähigen Lautsprechers werden intern mit separaten Kabeln
an die Frequenzweiche und dann an das von außen zugängliche Anschlußterminal
des Lautsprechers angeschlossen. Ein Bi-Wiring-fähiger Lautsprecher kann
- mit Kurzschlußbrücken versehen - auch mit einem Stereoset Lautsprecherkabel
betrieben werden. Für Bi-Wiring sollte wenigstens Lautsprecherkabel desselben
Herstellers,
besser noch Lautsprecherkabel desselben Herstellers und derselben Güte
verwendet werden.
Werden die Kurzschlußbrücken nicht verwendet,
gibt es zwei Möglichkeiten der Bi-Wiring-Verkabelung:
1. vertikales
(senkrechtes) Bi-Wiring:
- die Kurzschlußbrücken werden
aus dem Lautsprecher-Anschlußterminal entfernt (am besten auf der Rück-
oder Unterseite des Lautsprechers mit Klebeband anbringen - so müssen die
Brücken nie gesucht werden!).
- horizontales Bi-Wiring kann mit jedem
Verstärker realisiert werden, auch wenn pro Kanal nur je eine rote und schwarze
Anschlußklemme zur Verfügung steht. Für den Anschluß empfehlen
sich dann Kabelschuhe am Lautsprecherkabel. Bei Verwendung von zwei Stereosets
schwerer und/oder unflexibler Lautsprecherkabel ist es vorteilhaft, wenn der
Verstärker
pro Kanal mit je zwei roten und schwarzen Anschlußklemmen ausgestattet
ist.
- an den Lautsprecherausgang
des rechten Verstärkerkanals wird ein Stereoset Lautsprecherkabel
angeschlossen: "rot" oder "+" des Lautsprecherkabels an die
"rote" oder "+"-Ausgangsklemme des Verstärkers, "schwarz"
oder "-" an die "schwarze" oder "-"-Ausgangsklemme.
- die jeweils andere Seite der beiden Lautsprecherkabel wird nun entsprechend
am rechten Lautsprecher an die Lautsprecher-Anschlußklemmen für
den Hoch-/Mitteltonbereich und ein Kabel wird an den Lautsprecher-Anschlußklemmen
für den Bassbereich angeschlossen.
- für den linken Verstärkerkanal
und den linken Lautsprecher verfährt man entsprechend.
2. horizontales
(waagerechtes) Bi-Wiring:
- die Kurzschlußbrücken werden
aus dem Lautsprecher-Anschlußterminal entfernt.
- vertikales Bi-Wiring
kann mit jedem Verstärker realisiert werden, auch wenn pro Kanal nur je
eine
rote und schwarze Anschlußklemme zur Verfügung steht. Für den
Anschluß empfehlen sich dann Kabelschuhe am Lautsprecherkabel. Bei Verwendung
von zwei Stereosets schwerer und/oder unflexibler Lautsprecherkabel ist es vorteilhaft,
wenn der Verstärker pro Kanal mit je zwei roten und schwarzen Anschlußklemmen
ausgestattet ist.
- an den Lautsprecherausgang
des rechten Verstärkerkanals wird ein Stereoset Lautsprecherkabel
angeschlossen: "rot" oder "+" des Lautsprecherkabels an die
"rote" oder "+"-Ausgangsklemme des Verstärkers, "schwarz"
oder "-" an die "schwarze" oder "-"-Ausgangsklemme.
- die jeweils andere Seite der beiden Lautsprecherkabel wird nun entsprechend
an die Lautsprecher-Anschlußklemmen für den Bassbereich des rechten
Lautsprechers und an die Lautsprecher-Anschlußklemmen des linken linken
Lautsprechers angeschlossen.
- für den linken Verstärkerkanal
und den Hoch-/Mitteltonbereich der beiden Lautsprecher verfährt man entsprechend.
Vorteile des Bi-Wiring: Steigerung der Klangqualität durch die
getrennte Signalführung für Hoch-/Mittelton- und Bassbereich. durch
die getrennte Signalführung wird gegenseitige Beeinflußung von Hoch-/Mittelton-
und Bassbereich ausgeschlossen. - durch die Verdoppelung des Kabelquerschnitts
werden die negativen Effekte des (Kabel-)Widerstands vermindert.
Was ist Bi-Amping bzw. Tri-Amping?
"Bi-Amping" bzw. "Tri-Wiring" bezeichnet das Betreiben
eines Lautsprechers mit zwei bzw. drei Stereo-Verstärkern oder vier bzw.
sechs Mono-Endverstärkern. Im weiteren Textverlauf wird nur noch von Bi-Amping
gesprochen. Grundsätzlich ist ein Bi-Wiring-fähiger Lautsprecher
auch Bi-Amping-fähig. Bi-Amping ist jedoch in den allermeisten Anlagen die
kostenintensivere Lösung als Bi-Wiring. So müssen für den Bi-Amping-Betrieb
angeschafft werden: zweiter Stereo- bzw. zwei weitere Mono-Endverstärker,
diesselben Netz-, NF- und Lautsprecherkabel, die auch beim ersten Endverstärker
verwendet werden.
Beim Bi-Amping sollten wenigstens Endverstärker desselben Herstellers,
besser noch Endverstärker desselben Herstellers und derselben Güte
verwendet werden. Bei Verwendung von Endverstärkern
von unterschiedlichen Herstellern kann es zu Lautstärke-Unterschieden
(durch unterschiedliche Eingangsempfindlichkeit der Endverstärker
oder unterschiedliche Verstärkungsfaktoren etc.) und zu einer
Klangverschlechterung (!!) (bei Verwendung von sehr hochwertiger und
leistungsstarker Endverstärker
und sehr guten Endverstärkern der "Budget"-Preisklasse).
Desweiteren sollten bei Bi-Amping-Betrieb Kabel desselben Herstellers
und
derselben Güte verwendet werden.
Auch hier gilt der Grundsatz: besser einen höchstwertigen
Stereo-Endverstärker, als zwei Endverstärker minderer Qualität
im Bi-Amping-Betrieb verwenden! Im Zweifelsfall: Bi-Wiring mit einem hochwertigen
Stereo-Endverstärker kann die Wiedergabequalität Ihrer Anlage bereits
deutlich steigern, und das zu einem (meist) akzeptablen Preis... Auch beim
Bi-Amping gibt es - analog zum Bi-Wiring - zwei Anschluß- und Verkabelungsmöglichkeiten:
1. vertikales (senkrechtes) Bi-Amping: Grundsätzlich
ist diese Anschlußart mit dem horizontalen Bi-Wiring-Anschluß vergleichbar.
Je ein Stereo- bzw. zwei Mono-Endverstärker versorgen in hier
einen Lautsprecher mit Leistung.
2. horizontales (waagerechtes)
Bi-Amping:
Auch diese Anschlußart ist wieder mit dem vertikalen
Bi-Wiring-Anschluß vergleichbar. Je ein Stereo- bzw. zwei Mono-Endverstärker
versorgen hier den Bassbereich beider Lautsprecher, der andere Stereo-
bzw. die anderen Mono-Endverstärker versorgen den Hoch-/Mitteltonbereich
beider Lautsprecher. Vorteile des Bi-Amping: - Steigerung der
Klangqualität durch die getrennte Signalführung für Hoch-/Mittelton-
und Bassbereich.
- durch die getrennte Signalführung wird gegenseitige
Beeinflußung von Hoch-/Mittelton- und Bassbereich ausgeschlossen.
- durch
die Verdoppelung des Kabelquerschnitts werden die negativen Effekte des (Kabel-)Widerstands
vermindert.
zu den Vorteilen des Bi-Wiring gesellen sich meist die folgenden
Vorteile: - durch die verdoppelte Leistung werden die Lautsprecher besser
kontrolliert und klingen entspannter, offener, ruhiger, räumlicher etc..
- beim vertikalen Bi-Amping profitiert durch die getrennte Versorgung von Hoch-/Mittelton-
und Bassbereich speziell der Hoch-/Mitteltonbereich. Ergebnis: saubere, transparente
Höhen, bessere Stimmwiedergabe, verbesserte Raumabbildung etc..
Geräte sollen Phasen-richtig angeschlossen werden -
wie kann ich die korrekte Polung des Netzsteckers bestimmen? (070600)
Jedes Quellengerät, das an einen Vor- oder Vollverstärker angeschlossen
wird, koppelt über das Netzkabel Störspannungen an den Verstärker an. Diese
Ankoppelung kann zu einer deutlichen Einschränkung des Hörerlebnisses führen.
Vermeiden Sie diese Einschränkung, indem Sie sowohl für Ihre(n) Verstärker,
als auch für alle angeschlossenen Quellgeräte die korrekte Phasenlage
ermitteln. Hierzu muß jedes Gerät einzeln ausgemessen werden. Zum Ermittlung der
korrekten Phasenlage gehen Sie bitte wie folgt vor: - lösen Sie zuerst
sämtliche Signalverbindungen (Cinch-, XLR-Kabel, Lautsprecherkabel) am auszumessenden
Gerät
- bestimmen Sie nun bitte in Ihrer Wandsteckdose oder in Ihrer Netzsteckerleiste
die Phase, indem Sie mit einem Spannungsprüfer die beiden Öffnungen nacheinander
berühren
- leuchtet das Licht im Spannungsprüfer, haben Sie die Phase gefunden,
bitte markieren
- verbinden Sie nun das Netzkabel des Gerätes mit der Wandsteckdose/Netzsteckerleiste
- berühren Sie bitte mit einem Meßfühler eines Wechselspannungsmeßgerät
(250V AC) die Masse (äußerer, meist vergoldeter Mantel) einer Ausgangs-Cinchbuchse
des Gerätes (meist mit "Out", "Line Out" oder "Digital Out" (bei CD-Laufwerken)
bezeichnet), den anderen Meßfühler berühren Sie bitte mit einem
Finger - so erhalten Sie einen Meßwert.
- ziehen Sie nun den Netzstecker
des Gerätes aus der Wandsteckdose/Netzsteckerleiste, drehen Sie den Stecker um
180° und stecken diesen in die Wandsteckdose/Netzsteckerleiste
- wiederholen
Sie die Messung wie oben beschrieben - in der Netzsteckerstellung mit dem kleinsten
gemessenen Wert markieren Sie nun bitte die in der Wandsteckdose/Netzsteckerleiste
ermittelte Phase mittels Klebeband oder Nagellack
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